Einkommen schaffen

MATI - Landwirtschaftsprogramm

Das Landwirtschaftsprogramm von Mati unterstützt Kleinbauern und Pächterfamilien im Sinne nachhaltiger, ökologischer Landwirtschaft. Mati arbeitet damit der Vermarktung und Verbreitung des Hybrid-Saatguts großer internationaler Konzerne entgegen, das die Böden der Bauern versalzt, sie auf Dauer unfruchtbar werden lässt und gleichzeitig die lokalen Sorten verdrängt. Die aus dem Hybrid-Saatgut gezüchteten Pflanzen sind sehr anfällig für Ungeziefer, sodass die Bauern hochgiftige Insektizide einsetzen müssen, die wiederum die Böden und ihre eigene Gesundheit gefährden. Neben dem Hybrid-Saatgut, stehen den Bauern jedoch kaum noch andere Sorten zum Kauf zur Verfügung, weil sich die Waren der internationale Konzerne auch auf dem Markt Bangladeschs durchsetzen konnten. Da die Konzerne ein Patentrecht auf das Saatgut haben, ist es den Bauern verboten es wiederzuverwenden, was sie verpflichtet nach jeder Ernteperiode neue Samen zu kaufen und sie damit an eine Art "Sklavenvertrag" bindet, weil die Umstellung auf anderes Saatgut auf ihrem Land dann kaum noch möglich ist. Durch die hohen Preise der Samen und den zusätzlich benötigten Insektiziden, die von den selben Konzernen auf dem Markt gebracht wurden, fallen immense Kosten für die Bauern an.


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Um den Bauern eine Zweitoption in ihrer Saatgutwahl zu geben, die lokalen Sorten zu schützen und einen ökologisch-nachhaltigen Anbau zu ermöglichen, gründete Mati in der Zusammenarbeit mit den Frauengruppen eine Saatgutbank. Die Anzahl der in dieser Saatgutbank vorhandenen lokalen Varietäten stiegen in den letzten Jahren von drei Sorten Reis und vier Sorten Gemüse, auf jeweils elf einheimische Sorten Reis und Gemüse. Bereits aus der Projektregion fast verschwundene Bäume wie Neem, Orjun und Beel, die zur Behandlung gängiger Krankheiten und als ökologische Pestizide benutzt werden können, wurden wieder in größeren Mengen angepflanzt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Mati bietet den Bauern eine ausführlichen Beratung in der ökologischen Landwirtschaft an und bietet die Möglichkeit auf kleine Darlehen von maximal 50€, um ihre entstehenden Kultivierungskosten decken zu können.

Durch die Unterstützung der Stiftung Brücke e.V. konnte Mati 2009 zudem einen kleinen mechanischen Pflug erwerben, der kostenlos von den Bauern der Umgebung ausgeliehen werden kann. Dies befreit die Bauern von der Leihgebühr eines Pfluges der Großgrundbesitzer und gibt ihnen ein Stück Unabhängigkeit zurück. Der Pflug wird auch von besser gestellten Bauern der Umgebung ausgeliehen, die den regional üblichen Preis bezahlen, womit Mati eventuell anfallende Kosten für Reparaturen des Pfluges decken kann.

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Kontakt unter:

MATI e.V.
Postfach 4162
65031 Wiesbaden
E-Mail: mati-deutschland@web.de


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